meine geschichte.

hallo, ich habe lange darüber nachgedacht, einen blog über anorexie und diese selbstzerstörung zu schreiben. ich will damit darauf aufmerksam machen, wie gefährlich und machtübergreifend anorexie ist. das ist meine geschichte oder zumindest ein teil davon, den ich hier erzählen werde. ............................................................................................. wie alles anfing. vor ungefähr 5 jahren haben sich meine eltern getrennt. besser gesagt meine mom hat mit meinem vater schlss gemacht. das hatte diverse gründe. vielleicht komme ich später noch einmal darauf zurück. auf jeden fall zog mein vater dann irgendwann aus und der kontakt zu ihm verschlechterte sich immer mehr. mein kleiner bruder ( er war damals ungefähr 5 jahre alt) besuchte ihn an den wochenden regelmäßig. das hält bis heute an. anfangs war ich auch bei meinem dad. aber mir fiel zunehmend auf, dass er sich gar nicht für mich interessierte. das tat weh. tut es immernoch. er hat sich kein bisschen geändert. ich brauchte ein ventil. unterbewusst. ich aß immer weniger. und noch weniger. ich weiß gar nicht, wie ich das durchhalten konnte. aber ich war in so ein tiefes loch gefallen, mir war alles egal. ich hatte wenige freunde, kaum kontakt zu diesen. am wochende blieb ich zu hause, übernachtete extrem selten bei jemandem. ich zog mich immer mehr in mich zurück, war oft krank. in der schule haben die leute aus meiner klasse über mich gesprochen. ich hatte regelrechte angst davor, was die leute über mich dachten. ich trug nur schwarze klamotten, nietengürtel, dunkle schminke. in meiner freizeit sprühte ich mir grüne strähnen ins haar. ich wollte rebellieren, obwohl mir dazu eigentlich die kraft gefehlt hat. ich wollte anders sein. dünn. leicht. ich konnte nichts mehr genießen, war ein sehr sensibler, unsicherer, unselbstsicherer mensch. irgendwann wurde ich wieder einmal krank. erkältung, fieber, halsschmerzen. ich lag im wohnzimmer und sah fern. dann kam meine mutter in die wohnung reingestürmt und rief mir zu, ich solle mich anziehen, wir müssten zum arzt und ich muss sofort gewogen werden. ich war total irritiert. 40,1 kg. oh mein gott, denke ich heute. damals war in meinem kopf leere. ich wollte mich eigentlich zurückziehen, mich verkriechen, von allen in frieden gelassen werden. aber mir musste geholfen werden, da waren sich alle einig. die ärzte, meine mutter. meinen vater hat es nicht interessiert. kein bisschen. als wir uns dann doch mal trafen, meinte er nur ganz eifrig ich solle doch meinen kuchen aufessen, blablabla... ich wusste, dass das kommen würde. heuchler. sonst hat es ihn nen feuchten dreck interessiert, was mit mir los war. dann fing alles an: wiegen, therapie und essen, mehr essen. noch mehr essen. es hat mich so genervt...aber wenn sie mich nicht so damit konfrontiert hätten, wenn meine mama weggeschaut hätte..? was wäre denn dann mit mir geschehen? ich will es lieber gar nicht wissen. ich schaffe das. auch wenn es nicht immer einfach ist und es mich innerlich manchmal zermürbt. meine familie unterstützt mich. naja, meine mom und ihr freund (mit dem ich nicht immer so gut klar komme, aber im grunde ist er ein lieber mensch.) ihr hört von mir und wenn ihr "against ana" seid, folgt meinem blog. xx anonym ps: ich will aus persönlichen gründen nicht erkannt werden. ich hoffe ihr versteht das.

5.7.11 19:21

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(15.7.14 21:39)
ich finde dich sehr bewundernswert, was du hier tust ist sehr mutig

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